Dr. H.J.M. Schade aus Rosmalen

 

Einige Fakten bezüglich der Familie Schade

 

Ergebnisse der Untersuchung von Dr. H. J. M. Schade aus Rosmalen

 

Es ist mir nicht bekannt, wo der Name Schade zuerst in Urkunden zu finden ist. Prof. Heinrich Schade aus Kiel schrieb mir, dass der Name bereits in der Edda Saga zu finden ist ( 800 – 1100) , bereits gleich am Anfang. Laut anderen kommt der Name bereits in Dokumenten aus dem Jahr 1036 vor.

 

Der Name Schade ist angeblich entstanden aus dem alten Scato, was Dreinschläger, Draufgänger bedeutet, und über Scate, Scade zu Schade geworden ist.

 

Die durchgängige Ahnenreihe beginnt im 13. Jh. Mit Otto von Schade (von dem Emslande), der in 1501 Fredeke von Dinklage heiratet, Erbfräulein auf Haus Bakum und ’t Horst.(Ahnenreihen aus allen deutschen Gauen, Teil 1, S. 355).

Es ist merkwürdig, dass die Vorfahren bis Otto, geboren in 1617, alle den Adeltitel ( das Adelsprädikat „von“ führen und danach niemand mehr. Auch besaßen die Vorfahren, die das genannte Prädikat führten, verschiedene Güter oder Namenszusätze, die sie als Anhang zu ihrem Namen führten (Herr zu Thorst, Gut Hange, Schloss Wildeshausen, Buddenberg, etc.), während in der Regel ihre Ehefrauen auch ein „von“ vor ihrem Namen führten ( von Dinklage, Stael von Holstein, von Bude, etc.) Petronella Elizabeth Schade, eine Tochter aus der Ehe von Otto und Petronella von Budde, heiratete einen Freiherrn Karl Viktor von Ripperda von Osterwitwert, Dijkhausen und Venhausen. Ihr Enkel wurde ein spanischer Grande: Johan Wilhelm Baron van Ripperda, 1680 in Groningen geboren.

 

Das Praedikat ‚von’ ging um die Zeit des dreißigjährigen Krieges ( (1618 – 1648) verloren, welcher Krieg ein ausgesprochener Religionskrieg war. In Norddeutschland bekannten sich die Fürsten und Adeligen alle zu der neuen Religion von Martin Luther, wodurch denjenigen, die das nicht taten, oft Güter und Titel aberkannt wurden.

So verspielte auch Otto, der erste SCHADE ohne ein „von“, seinen Titel, doch konnte er offensichtlich noch seine Güter retten und sogar vermehren, wie aus einer Urkunde für Otto vom 28. 7. 1652 hervorgeht, geschrieben durch Johann Koegelke, Richter und Co-Graf in Münster auf ‚m Desumb’, „ ihm und seiner Hausfrauen Catherinen, ihren Erben und Anerben, Kirchdorf und die Bauernschaft Cappeln, etc. .... und sonsten aller Gerechtigkeit für ewige Zeit schenkt. „

Otto verdankte dies der Tatsache, dass er während der Kriegsjahre die Einquartierungen auf seine Rechnung genommen hatte, Kredite gewährt hatte und so die verderblichen militärischen Exekutionen vermieden hatte. Otto war im Jahre 1639 zum Vogt ernannt worden, welches Amt bis 1814 in seiner Familie bleiben würde (Cappeln).

 

Von den meisten meiner Vorfahren ist mir wenig mehr bekannt als die Daten von Geburt, Heirat und Tod. Von meinem Urgroßvater, Johann Rudolf Joseph, geb. 1. 6. 1787, ist bekannt, dass er eine Gerberei hatte und bereits fünfundreißigjährig starb. Er war verheiratet mit Maria Agnes Mähler. In der Familie Mähler gab es viele Geistliche und Prediger.

 

Johann Rudolf hatte 4 Söhne, die aufgrund seines frühzeitigen Todes von einem Onkel mütterlicherseits erzogen wurden: Pastor Mähler aus Alfhausen, später „Domdechant“ zu Osnabrück. Der älteste Sohn, Joseph, (18134 – 1893) wurde ebenfalls Priester und sogar Generalvikar in Osnabrück. Der zweite Sohn, Georg August (1814 – 1891) zog mit seinem Bruder Carl Friedrich (1816 - 1891) in die Niederlande um und dort wurden sie die Begründer des niederländischen Familienzweiges.

 

Georg August ließ sich in Groningen nieder und gründete dort eine chemische Fabrik, Carl Friedrich ließ sich als Kaufmann in Amsterdam nieder. Der vierte Sohn Clemens (1819-1905) blieb in deutschland und heiratete Doris Günther. Het Vogtschap heeft hij niet meer bekleed, Das Amt des Vogtes hat er nicht mehr bekleidet, da sein Vater zu früh starb, daar sin Vader te vroeg (frühzeitig)stierf (starb) um ihm dies zu übertragen.

 

Das die Familie ein Wappen voerde ist sicher. Die wapenleus Wappen Losung? Ist bekannt im Staat bis heute noch zu lesen auf dem Portalboog (bogen) von dem an Otto Schade geschenktem Landgut:

 

Fidentum Nescit Deseruissee Deus

Anno 1645 18. November

Otto Schade

Catharina Höynges fieri Fecerunt

 

Bei den Familienpapieren habe ich ein Foto gefunden von seinem ursprünglichen Wappen mit der Randschrift

Wappen der Familie von Schade

Und stammt aus Westphalen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch hinsichtlich der unterschiedlichen Farben fällt es sehr düster aus. Vermutlich sind sie auf dem Grund blau.

Es stellt einen geschlossenen Helm dar mit drei darausstechenden ausgestatteten Lanzen. Oberhalb des Schildes war ein Helm in dem 6 Lanzen stecken. ( Hier sind es nur 5 ?) Weiteres ist mir nicht bekannt.