Schade Ficker

 

 

 

 

 

 

 

 

Hermann Albert Ficker geb. 19.10.1847 Schapen gest. 12.3.1898 Quakenbrück

 

 

 

 

und seine Ehefrau

Louise Auguste Mathilde geb. Schade geb. 29.10.1850 gest. 5.11.1924 jeweils Quakenbrück

 

 

 

 

 

 

 

Hermann Albert Ficker wurde als Sohn des Gerhard Heinrich Ficker und seiner Ehefrau Maria Anna Julia Stemann am 19. Oktober 1847 in Schapen Kreis Lingen geboren und am gleichen Tag in der Ludgerus Kirche zu Schapen getauft. In der Taufurkunde wird er als Kaufmannssohn bezeichnet. Sein Vater Gerhard Heinrich Ficker stammte aus Klein Berssen, während seine Mutter aus Schapen gebürtig war

 

Hermann Albert Ficker heiratete am 12. Juli 1870 in Quakenbück Louise Auguste Mathilde Schade. Die Trauung fand in der St. Marien Kirche zu Quakenbrück statt. Trauzeugen waren Friedrich Vennemann aus Quakenbrück, später Vater seiner Schwiegertochter,

 

 

 

Rosalie Maria Friederike geb. Vennemann geb. 13 Sep 1879 in Quakenbrück gest. 9 Jun 1947 in Saupersdorf /Tochter von Friedrich Vennemann

und ihr Gatte

Clemens Hermann Wilhelm Ficker geb. 11 Sep 1877 in Quakenbrück gest. 27 Mär 1952 in Saupersdorf Sohn von Hermann und Mathilde Ficker geb. Schade

 

 

 

 

 

Theodor Schade aus Groningen, Elisabeth Fleddermann aus Osnabrück und Maria Timmer aus Schapen. Bei der Heirat seines Vaters Gerhard Heinrich Ficker war ein Heinrich Timmer Trauzeuge.

 

 

 

 

 

 

 

Hermann Albert Ficker heiratete in den Fabrikbetrieb seines Schwiegervaters

 

 

 

Clemens Schade

 

 

 

 

 

 

ein. (Bürsten und Pinselwaren) Er brachte jedoch rund 100.000,-- Mark als Einlage mit. Vorher hatte er die Absicht gehabt, sich an einem anderen Betrieb zu beteiligen, jedoch auf Anraten seines Schwiegervaters Clemens Schade trat er in dessen Betrieb ein. Hermann Albert Ficker ließ noch eine neue Fabrik bauen, die im Jahre seines Todes, also 1898 fertig wurde. Dieses Fabrikgebäude, das teilweise im zweiten Weltkrieg zerstört wurde, besteht heute noch und gehört jetzt der Familie Weyerbrock.

 

Mathilde Schade die Ehefrau von Hermann Albert Ficker, war die Tochter von Clemens Schade und dessen Frau Doris Günther..

 

Sie wurde am 29. Oktober 1850 zu Quakenbrück geboren. Getauft wurde sie am 4. November 1850 in der St. Marien Kirche zu Quakenbrück. Ihre Paten waren : Louise Jung geb. Günther und August Schade. Bei ihrer Hgeirat mit Albert Ficker war sie 20 Jahre alt. Gestorben ist Mathilde Schade als Witwe im Alter von 74 Jahren am 5. November 1924 nach kurzer Krankheit zu Quakenbrück, mittags um 1 Uhr. Bei ihrem Tode war sie 2 mal Urgroßmutter. Am 8. November wurde sie in Quakenbrück beerdigt. Die Beerdigung fand sonnabends 8:45 Uhr vom Trauerhause aus statt.

 

Ihre alten Eltern pflegte sie bis zu deren Tode mit großer Liebe. Die Eltern wohnten beide in ihrem Hause in Quakenbrück. Nach dem Tode ihrer Eltern zog sie aus ihrem Haus aus und bewohnte ein Haus in der Kirchstraße in Quakenbrück, dass ihrem Schwiegersohn Conrad Weyerbrock gehörte.

 

Aus der Ehe Ficker – Schade gingen 8 Kinder hervor, von denen eins im jugendlichen Alter von 7 Jahren starb.

 

 

 

 

 

 

Nach dem Tode des Hermann Ficker veranlassten Clemens Schade und sein Sohn Karl Schade die Tochter beziehungsweise die Schwester Mathilde Schade verh. Ficker, aus der Firma auszutreten, mit dem gleichzeitigen Versprechen, dass ihre Kinder wieder eintreten könnten, wenn sie sich als Kaufleute eigneten. Anscheinend ist sie darauf eingegangen. Man hat ihr auch eine bestimmte Geldsumme ausgezahlt. Hermann Albert Ficker beabsichtigte seine Söhne Clemens und Karl als Nachfolger in die Firma aufzunehmen, jedoch ist durch seinen frühen Tod nichts daraus geworden. Auf Grund der zwischen Clemens Schade und seiner Tochter Mathilde Schade getroffenen Vereinbarung, dass ihre Kinder wieder in die Firma eintreten können, falls sie dazu geeignet seien, trat Clemens Ficker später in die Firma Schade ein. Da er sich jedoch nicht mit seinem Onkel Karl Schade verstand, trat er bald wieder aus der Firma aus, um eine eigene Firma in Emmerich /Rhein zu gründen

 

 

 

 

 

 

Hermann Albert Ficker hatte bei der Firma Schade eine Schutzmarke, ein „Schwein“ eingeführt. Als später sein Sohn Clemens Ficker in Emmerich eine eigene Firma gegründet hatte, wurde um diese Schutzmarke zwischen der Firma Schade und der neugegründeten Firma Ficker lange ein Prozess geführt. Die Schutzmarke, in etwas veränderter Form als springendes Schwein war ohne weiteres von der Firma Clemens Ficker in Emmerich nach der Gründung benutzt worden. Der Prozess lief schließlich zu Gunsten der Firma Ficker in Emmerich aus, da das Gericht den Standpunkt vertrat, dass die Schutzmarke durch den Vater Hermann Albert Ficker eingeführt weiter von seinem Sohn Clemens Ficker benutzt werden dürfte.

 

 

 

 

 

 

Die Geschwister Karl Schade und Mathilde Ficker geb. Schade haben sich seit diesen Vorfällen nicht mehr verstanden. Als Mathilde im Sterben lag, wollte sich Karl Schade mit seiner Schwester aussöhnen. Diese war jedoch nur unter der Bedingung hierzu bereit , wenn er wieder gut machen wollte, as er ihr und ihren Kindern angetan hatte. Zu einer Aussöhnung ist es nicht mehr gekommen. Karl Schade ist beim Tode seiner Schwester nicht zugegen gewesen, obwohl er im Hause war.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mathilde Schade war eine sehr empfindliche Natur. Nicht nur tüchtig und energisch, war sie auch außergewöhnlich intelligent. Sie beherrschte mehrere Sprachen. Sie sprach französisch und italienisch. Die englische Sprache erlernte sie noch im Alter von 65 Jahren. Veranlassung hierzu war der Besuch ihres Sohnes Gerd, der in England bei einer Bank tätig war. Sie reiste sehr gerne und bevorzugte dabei P-Züge, da sie glaubte, damit länger ihre Reisen auszunutzen. Mehrmals weilte sie in Paris und Bordeaux. In Bordeaux besuchte sie ihren Bruder Emil Schade . Obwohl sie immer nach Italien zu reisen wünschte, ist sie nie dorthin gekommen.

Die Auswanderung ihres Bruders Emil Schade nach Bordeaux (Frankreich) hatte im ersten Weltkrieg einige unangenehme Folgen. Ein Neffe der Mathilde Schade kämpfte auf französischer Seite gegen Deutschland. Dieser hatte während des Krieges stets Angst, die ihn nie verließ, dass er auf seine Vettern schießen könnte. Als er in deutsche Gefangenschaft geriet und seine Tante Mathilde ihn in Berlin während der Gefangenschaft besuchte, da bat er seine Tante, ihn nicht wieder aufzusuchen, um Unannehmlichkeiten mit seinen französischen Kameraden aus dem Wege zu gehen.

 

 

 

Die vorstehenden Angaben beruhen auf mündlicher Mitteilung im Jahre 1955 der Anna geb. Kerckhoff, Witwe von Karl Ficker

 

 

 

 

Die vier Brüder Ficker: Karl, Clemens , Gerhard und Hermann (Reihenfolge unbekannt)

 

 

 

 

 

Vier Generationen:

Urahne : Doris Schade geb. Günther

Großmutter : Mathilde Schade geb. Ficker

Mutter : Bertha Weyerbrock geb. Ficker

Kind: Thea Weyerbrock, später verh. Teuchert