Thüssing

 

Agnes Thüssing geborene Brinkmann (ganz rechts)

 

mit ihren Töchtern (von links)

 

Ida verh. Jungmann, Florentine verh. Dyckhoff, Sophia verh. Wieman.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Notizen unserer Lebensbegegnisse

 

 

 

Agnes Thüssing geb. Brinkmann

 

 

 

 

 

Am 15. September 1813 wurde ich in Osnabrück geboren. Meine Eltern Josef Brinkmann und Lisette Enningmann.

 

Am 11. Juli 1834 verlobte ich mich in Rheine mit dem Kaufmann Philipp Josef Thüssing, Sohn des Notars Josef Thüssing und der Barbara Grone zu Münster.

 

 

Am 26. November 1835 wurden wir vom Bischof Carl Anton Lüpke im Dom zu Osnabrück getraut.

 

Am 26. August 1836 wurde unser Glück um Vieles durch die Geburt unseres Söhnchens erhöht, das am 30.ten in der Taufe die Namen Josef, Florenz, August erhielt.

 

 

Am 12. Januar erlitten wir einen herben Verlust durch den Tod unserer geliebten Schwester Anna Osthues geb. Thüssing.

 

Am 6. Februar nahm uns der Allvater im Himmel wieder das teuerste Geschenk und wir können uns nur mit dem Gedanken trösten, daß das Kindchen im Himmel am besten aufgehoben sei und daß es da sehr glücklich ist und für seine Eltern betet. Am 9. Februar wurde er auf dem Höxter Kirchhof zur Ruhe gebracht, wo wir ihm ein weißes Kreuzchen setzen ließen mit der Inschrift: " Lasset die Kleinen zu mir kommen, denn ihrer ist das Himmelreich."

 

1837 zogen Mutter und Schwester Clärchen von Osnabrück hierher nach Münster und bezogen Zimmer beim Herrn Professor Bener.

 

Am 8ten Juni 1838 wohnten Thüssing und ich der Hochzeit unseres einzigen noch lebenden Bruders Franz Wilhelm mit der Julia Ellerhorst zu Rheine bei, wo wir äußerst heiter waren.

 

17. Januar 1838 unsere kleine Anna geboren und legt ihr erstes Jahr zu unserer größten Freude zurück. Überhaupt war das Kind auffallend ruhig, freundlich, groß und kräftig. hatte mit einem Jahrund 14 Tagen 5 Zähnchen und lief an einer Hand. Der liebe Gott erhalte uns das Töchterchen so gesund und lieblich.

 

 

Juli l838 kauften wir für 3500 Taler das alte Kennensche Haus auf der Ludgeristrasse, das wir am 1. September anfingen abzubrechen und dann wieder aufzubauen.-

6. Februar 1839 erkältete ich michin dem Dom in der Fastenpredigt und bekam 9 Wochen lang das Schweißfieber und einen argen. Drüsengeschwulst am Hals, der erst im Juli ausgeschnitten wurde und im August noch offen und dick ist.

 

9. August 1939 weihten wir unser Haus ein. Der Herr erhalte uns gesund und in der Liebe und Furcht des Herrn.

 

 

 

Am 17. Juli 1840 wurde uns wieder eine rechte Freude durch die Geburt eines Söhnchens zuteil, das den Namen Carl Anton erhielt. Seine Paten sind: der Weihbischof Lüpke und Frau Sophie Thüshaus, gehalten zur Taufe hat ihn der Kaplan Vormann.

 

 

 

Carl Thüssing als 20jähriger Kaufmann in den Vereinigten Staaten. Das schöne Bild - eine Leder-Pannotypie -

trägt auf der Rückseite die handschriftliche Notiz "St. Louis 6/5.60"

und ist seiner Schwester Ida gewidmet.

 

 

 

Carl Anton Thüssing

Aufnahme in Texas "San Antonio"

 

 

Am 15. Oktober 1841 waren wir morgens auf Elise Koppenraths Hochzeit und abends um 6.oo Uhr wurde unsere süße Ida geboren, deren Gevatter ist Mama Thüssing und Ferdinand Koppenrath. Leider bekam ich nach diesem Wochenbett die Frieseln, die Nesseln und eine schlimme Brust. Maria, Barbara, Ferdinand, Ida!

Am 25. September 1841 war Schwester Claras Hochzeit mit dem Schwager Justizkommissär Bernhard Thüssing. Bald darauf bekam Thüssing das Nervenfieber und Anna ein starkes gastritisches Fieber und unsere treue Mutter erlebte in unserem Hause ein wahres Martyrium. Leben in himmlischer Geduld und beständigem Hinblick auf unseren lieben Heiland.

Am 30. Dezember 1841 starb unsere unvergeßliche teure Mutter, Lisette Brinkmann geb. Enningmann . Ruhe sanft und glücklich im Himmel du liebe, beste Mutter Du und bete für deine Kinder.

 

 

Am 12. Mai 1841 starb uns unser guter, neu engagierter Adolf Hädsìeck aus Lübbecke im 21. Lebensjahr.

 

Am 28. Oktober 1842 bekam Anne die Masern, am 9. November bekam Ida die Masern und um 4.oo Uhr nachmittags desselben Tages starb unsere gute Zimmerbewohnerin Frau Carolìne Köhn am Nervenfieber ganz Gott ergeben und ich war meistens ihre Pflegerin.

 

1843

 

 

Am 3. Februar 1843 wurde unser drittes Töchterchen geboren, welches am 5. Februar in der Taufe die Namen Clara, Margarethe, Florentine empfing. Die Paten Tante Clärchen und Vetter Fritz Brinkmann.- Anna ist augenblicklich ganz gesund, Carlchen noch 0schwächlich und entwickelt sich körperlich und geistig sehr langsam, ist übrigens sehr frommes Kind und Idalidal die Freude des ganzen Hauses durch ihr komisches und zufriedenes Wesen und weis wieder , ebenso wie früher klein Annchen ihren Papa ganz besonders an sich zu fesseln.-

 

l. Januar 1844 unser jetzt 11 Monate altes Töchterchen Clara (Florentine) ist bei der Pflege und Betreuung seiner Amme Christine Westendorf aus Badbergen so gesund und dick wie ich noch kein Kind hatte, hat 7 Zähnchen und läuft den ganzen Tag an einer Hand oder an einem Stocke.- Anna geht seit dem 1. Oktober zur Ludgerischule und lernt mit Vergnügen. lacht und ist kräftig und gesund. Desgleichen auch Ida, obgleich letztere oft an Schärfe (?) leidet. Thüssing ist Gott dank auch im besten Wohlsein, ebenfalls ich. Wollte Gott, wir beschlössen dies Jahr wie wir es angefangen .

 

 

22 Januar 1844 reisten wir nach Warendorf wo ich Clärchens und Bernards Töchterchen Gevatterin war, dem ich den Namen Agnes, Sophia, Josefine gegeben .

15. April habe ich mit Ferdinand Koppenrath das Töchterchen von Vetter Fritz Brinkmann auf Mauretz zur heiligen Taufe gehalten. Dem ich die Namen, Agnes, Sophia, Ferdinandine Josephina gegeben habe.

 

16. April starb unsere geliebte Zimmerbewohnerin Trude Vormann am Nervenfieber. Sie war uns allen teuer und angenehm. Sie hatte auch vorzüglich auch die Kinder lieb und hatte ihre alte kranke Mutter mit aufopfernder Kindesliebe gepflegt. Der Herr führe sie bald in die ewigen Himmelsfreuden und befreie unser Haus von der schweren so oft wiederkehrenden Krankheit.!-

 

24 April folgten der Tochter Trude die Mutter Vormann zur ewigen Ruhe. Sie starb bei ihrem Sohne, dem Schwager C.Osthues Sie ruhe in Frieden. Der ganze Winter ist uns ohne Krankheit vergangen und am zweiten Ostertage 6 ½ Uhr am 24. März 1845 wurde unser viertes Töchterchen geboren, daß in der Taufe die Namen Sophia, Johanna, Barbara empfing. Taufpatin hier Sophie Hüskens und Caspar Osthues, (Schwager).

 

Nach den Wochen bekam ich die Frieseln und starken Husten, das wir Klövekorn (Arzt) anschicken mußten und ich 5 Flaschen Arznei nehmen mußte.-

 

11. Januar 1846 Seit dem März 1845 ist uns nicht viel Erhebliches passiert, wir und die Kinder waren alle Gottdank ganz gesund bis auf Sophia die seit November fieberte, weshalb uns Dr.Klövekorn eine Flasche Medizin aufschreiben mußte und diesen Januar bekam Florentine wegen Nesselfieber ebenfalls eine Flasche voll. Anna lernt fleißig auch Französisch. Carl besucht die Spielschule und ist artig. Ida wächst sehr kräftig heran und ißt und bleibt die kribbeligste und scheint kurzsichtig zu sein. Florentine ist unser dickes vergnügliches Pummel . Spricht aber noch sehr unvollkommen. Sophiechen ist voll die Freundlichkeit und die Ruhe selbst, hat aber mit 10 Monaten noch keine Zähnchen und ist überhaupt sehr zart.

30 Dezember 1846 Jetzt mit einem Jahr und 8 Monaten hat Sophiechen erst 6 Zähnchen, übrigens scheinen viele eingeschossen zu sein, auch spricht Sophie noch fast noch nicht und ist im Ganzen noch sehr zurück -

16. November 1847 starb unser guter Bruder Adolf (Thüssing) am Schlage, der ihn drei Tage vor seinem Ende befallen. Er nahm von allen Abschied und versicherte er wolle meine teure Mutter grüßen und für mich beten. Er freute sich innig zum Himmel und zu seinem himmlischen Vater und Maria zu kommen, die ihn sicher auch mit offenen Armen empfangen haben.

 

1848 die Kinder sind gesund wie die Fische im Wasser und wachsen froh und kräftig heran. Nur Florentine hatte im Mai 3 Tage lang die Masern brauchte aber keinen Arzt. Josef ist stets wohlauf gewesen. Ich habe leider im Dezember und Januar sehr an Geschwüren und Ausfluß mit Eiter unter den Armen gelitten weshalb ich Homöpathie gebrauchte, war aber so elend , daß man glaubte ich würde an Entkräftung sterben. Doch der liebe Gott war mit mir und durch den Herrn von Bönnighausen erhielt ich volle Gesundheit wieder,

5 Mai 1848 feierten wir das frohe Fest der Goldenen Hochzeit unserer teuren Eltern Josef Thüssing und Barbara Grone wo wir leider wegen Unwohlseins unseres guten Papas,(der an Nasenbluten litt) erst am Abend in aller Stille unsere Geschenke : Sessel und Pelzrock hintragen durften, ohne alle äußerlichen Feierlichkeiten, indem die Eltern zu angegriffen waren. Auch fehlten dabei Bernard und Clärchen, die wegen der Geburt ihres jüngsten Kindes Elisabeth nicht reisen durften.-------

 

 

 

 

 

Am 3. Juli 1848 feierten wir das glänzende Fest der Goldenen Hochzeit des lieben Papas und der teuren Mama.

 

 

 

 

Josef Thüssing und Barbara geb. Grone

am Tag Ihrer goldenen Hochzeit

 

 

 

 

Sonnabends vorher waren dazu Bernard und Clärchen mit ihren 4 Kindern und 2 Mägden früh von Warendorf herübergekommen.

Am Morgen des gedachten, feierlichen Tages gingen sämtliche Mitglieder der Familie zur Kirche des heiligen Lambertus, woselbst der Herr Pastor um 8 ½ Uhr für das Brautpaar das hl. Meßopfer verrichtete.

Abends war große Tafel im schönen Thüsehauschen Gasthaus wozu Kinder, Enkelkinder und Schwesterkinder im frohsten hochzeitlichen Staat geladen waren. Der Herr Pastor Belenherm.. hielt eine sehr schöne erfreuende Rede an das Jubelpaar. Herr von Brockhausen überreichte einen sehr schönen silber vergoldeten Becher und unsere Anna und Antonius Steinbicker überreichten dem teuren Paar einen goldenen Myrthenkranz und ein goldenes Bouquet welches Mama bis zu Tränen sehr rührte, daß sie sich weigerte dieselbe auf ihr Haupt zu setzen, indem die Demutsvolle meinte, die goldene Krone empfinge sie erst im Himmel. Später bei der Tafel gelang es endlich mir, ihr die Krone aufzusetzen, welches das ganze Fest verschönte und wirklich sah das teure Jubelpaar zum Malen schön und ehrwürdig aus.

 

Allerliebst nahm sich vor allem der Tisch der Enkelchen aus wo dieselben im zarten Alter von 3 Jahren bis zu 18 Jahren in größter Freude und Artigkeit prangten. Erinnerlich wird selbst dem Kleinsten der Hauptakt des Festes bleiben, wo Mama als Jubelbraut mit jedem Kind die Gläser klingen ließ und nochmals die Runde des Tisches machte , jedem Kind einen Kuß aufzudrücken. Desgleichen tat auch Papa.

 

Zum Ruhm der Kinder muß ich bekennen, so froh und frei sie sich fühlten, so machte auch nicht eines die geringste Störung,. Keines weinte, keines zerbrach und verschüttete etwas, sondern alle trugen durch ihre Artigkeit und ihre Fröhlichkeit vieles zum Feste bei. Später wurden Witzchen gemacht und gesungen und gegen 2.00 Uhr nachts trennte sich die ganze Gesellschaft voll des innigsten Dankgefühles gegen den lieben Gott der unserer Familie solches Glück und solche Freude bereitet hatte. Er erhalte uns die teuren Eltern noch lange Jahre so gesund und froh. Im nächsten Jahr feiert so Gott will auch die goldene Hochzeit Tante und Onkel von Brockhausen.

 

Ach großer Gott , was muß ich nun schreiben, den 21ten Juli 1848, 18 Tage nach dem oben beschriebenen Freudenfeste, traf uns der härteste Schlag, unser lieber treuer bester Papa, die Seele der ganzen Familie wurde uns vom Tod entrückt. Abends vorher war er noch heiter und froh in der Gesellschaft bei Thüshaus, erzählte dann zu Hause der lieben Mama noch so vergnügt, daß er kaum zu Bette kommen konnte.- Morgens 5 00 Uhr stand er wegen Stiche in der Brust auf, ließ sich von Gretchen oben betten und wollte da schlafen, dann verlangte er nach dem Arzt und hatte Appetit auf Kaffee. Um 9.00 fand Klövekern ihn fast gar nicht mehr krank. Um 10 ½ Uhr fragte er Mama wieviel Uhr es ist und sagte : „Mama trinke Du den Kaffee, ich kann ihn nicht herunter kriegen , die Stiche steigen heiß herauf.“ Gretchen mußte ihm ein Kissen unter den Kopf legen und so fing er gesund an zu schnarchen, daß Mama meinte, er würde nun gewiß nicht krank.

 

 

Um 11.00 Uhr wollte sie ihn wecken, um ihm Medizin zu geben. Sie nahm ihn in ihre Arme und mer kte an den, letzten drei schweren Atemzügen, daß seine schöne Seele den Körper verließ. Sie rief: „Josef, Josef“ ! allein keine Antwort. Der teure Ehegatte und beste Vater war er für sie , wie für uns gewesen. Sie hielt seine Leiche in ihren Armen. Hart , unersetzlich ist für uns alle dieser Verlust, denn er war die Güte, die Liebe und die Fürsorge selbst, das haben wir alle empfunden und jeder der ihn kannte verehrte und achtete ihn von Herzen. So gern wir ihn alle noch ein paar Jahre behalten hätten, so ist Mama, so sind wir zufrieden, daß er aus den Qualen und Sorgen herausgerissen, denn er konnte es zuletzt kaum mehr tragen und ausruhen von der Arbeit wollte der liebende , treue Papa noch nicht. Er hat überwunden, er hat die Krone des Himmels erstrebt, er lebte so daß er jeden Augenblick vor seinem himmlischen Richter erscheinen konnte und darum ließ ihn der Herr gewiß in seiner Gnade so sanft zum ewigen Leben einschlummern. 76 Jahre hat der treue Arbeiter im Weinberg des Herrn unermüdlich gearbeitet. Darum Herr gib ihm die ewige Ruhe. - Gott Vater im Himmel gib zu, daß sein Geist uns liebend umschwebe, daß seine hiesigen und dortigen Gebete an keinem von uns unfruchtbar bleiben, daß wir seinem Beispiele in der Rechtschaffenheit, der Gottesliebe, Elterntreue und Gattenpflicht stets folgsam sein mögen. Dankbar wollen wir Dir Du gütiger Vater im Himmel für das Glück sein, einen solchen Papa gehabt zu haben und gewiß hat er für uns nicht umsonst gelebt. Heute am 24. Tragen sie ihn zu Grabe. Schlafe wohl! Du lieber einziger Papa Du, bis die Posaunen des Engels Dich wecken auch deinen Leib zu verklären und auch ihm die Himmelsfreude zu bereiten. Lebe wohl bis auf ein besseres, ewiges Wiedersehen.

 

Den 24. März , Sophiechens Geburtstag, empfing unsere Ida in der Domkirche zum ersten Mal die heilige Kommunion von der Hand des Hochwürden Bischofs Georg Müller. Es war das herrlichste Wetter und die Feier war außergewöhnlich groß.

 

Münster 22. September 1851

Philipp Josef Thüssing, Agnes geb. Brinkmann und ihre 5 Kinder

Anna (13 Jahre), Carl (11 Jahre) Ida (10 Jahre) Florentine (8Jahre), Sophia 6 Jahre

 

 

 

Am 9. Mai 1857 hielten wir das große Fest der Hochzeit unserer ältesten Tochter Anna mit dem Kaufmann P. Carl Wieman aus Osnabrück. Mittagstafel war im Rheinischen Hof bei Thüshaus und es fuhr das Brautpaar nachmittags um 4.00 Uhr ab und reiste über Kassel, Dresden, Prag nach Wien und von da über Linz, München, Salzburg, Wiesbaden retour am 2. Juni nach Osnabrück, wo ich ihrer bis zum 3. Juni harrend blieb.

 

1857 am 21. Mai nahm der liebe Gott unserer guten Schwester Theresia Sternbicker geb. Thüssing zu sich in die Ewigkeit. Wir trauern schwer um sie, sie hinterläßt einen trostlosen Gatten und sechs unmündige Kinder. Schwester Gretchen hat sich entschlossen und ist zu ihnen gezogen.

 

Es wechseln Freud und Leid im Leben. Des Herren Willen geschehe.!

 

18. Februar 1858 starb unsere teure Mama Thüssing geb. Barbara Grone im 82ten Lebensjahr. Ihr ganzes Leben war eine wahre Prüfung, Vorbereitung für den Himmel. Mögen wir alle ihrem Beispiel folgen und wir uns alle oben glücklich wiedersehen. Die Trauer um die Verklärte ist nun groß. Denn mit ihr ist das Band das die ganze Familie zusammen hielt sehr locker geworden.

 

Am 6. März 1858 wurde uns das erste Enkelchen Wieman in Osnabrück geboren, das in der heiligen Taufe die Namen Josefus Franziskus Ernestus erhielt. Seine Paten waren Großpapa P. Josef Thüssing und seine Mutter Anna.

 

Am 11. Mai 1859 starb meine liebe einzige Schwester in Warendorf Clara, Johanna Thüssing geb. Brinkmann. Sie hinterließ einen geliebten Mann und 5 Kinder nachdem ihr drei vorangegangen sind. Friede und Ruhe ihr und bete für mich. ---

 

 

27. Juni 1859 Rudolfs Geburtstag. (Sohn von Anna und C.P.Wieman)

26.November 1861 Annas Geburtstag.

 

9. Mai 1863 verehelichte sich unsere Tochter Florentine mit dem Kaufmann Adolf Dyckhoff(Sohn meiner geliebten Jugendfreundin Jenny Wieman). Die Hochzeit wurde in Osnabrück im Düttingschen Hotel gefeiert und reiste das Brautpaar desselben Tages nach ihrem Wohnort Antwerpen ab. Einige Monate darauf beehrten sie ihre ältere Schwester Ida zu sich, die nun recht vergnügt mit Ihnen lebt.

 

Am 8. Dezember 1864 starb die gute Frau Lüpke(n) geb. Bernhardine Wieman nachdem sie 14 Tage vorher Zwillinge (Mädchen) geboren.---

 

12. Februar 1864 wird uns am Morgen 8 ½ Uhr die frohe Nachricht per Telegraph des selben Morgens unsere liebe Florentine in Antwerpen den erstgeborenen Dyckhoff zur Welt gebracht. Möge der liebe Gott Mutter und Kind segnen und des langes Lebens sich erfreuen wie sie hier, gestern in Verwechslung mit Bernhardine Lüpke allgemein für tot gesagt worden.

 

24. Oktober 1864 ist unser Enkelchen Agnes Anna Maria Dyckhoff

2. August 1866 Carl, Anton Philipp Wieman

 

soweit

Agnes Thüssing

gestorben 8.Mai 1867

 

 

 

Nachtrag

 

Agnes Thüssing geb. Brinkmann hat mit keinem Wort erwähnt, daß ihr Mann Philipp Josef Thüssing sie im Jahre 1858 verlassen hat, um noch 15 Jahre mit einer Tänzerin in Augsburg zusammen zu leben.

 

Die jüngste Tochter Sophie war damals gerade 13 Jahre alt und nur Anna die Älteste war gerade mit Carl Wieman verheiratet..

 

 

 

 

 

 

 

Von links nach rechts, bei den jeweiligen Ehepaaren steht stets der Mann hinter seiner Ehefrau:

 

 

Ehepaar Adolf Dyckhoff und Florentine geb. Thüssing

Carl Wieman mit Anna geb. Thüssing mit Tochter Anna oder Agnes ?

Otto Franz Wieman (Bruder von Carl) mit Sophia geb. Thüssing und Tochter aus erster Ehe Maria Wieman

Ferdinand Jungmann mit Ida geb. Thüssing

Pater Bernhard Jungmann Sohn von Ferdinand Jungmann (1. Ehe) und Maria Gertrud geb. Thüssing

 

 

 

 

 

Foto welches nicht genau zugeordnet werden kann, auf der Rückseite steht:

 

 

Tante Grete Brinkmann / Münster/ wahrscheinlich zur Familie Thüssing gehörend.